Prinz

Prinz, ein Engl.Stafford, geb. im Nov. 2003, kam 2004 als Welpe aus schlechten Haltungsbedingungen zu uns ins Tierheim. Er war lieb zu Mensch und Tier. Er wurde als völlig unauffälliger Hund an einen in Deutschland stationierten amerikanischen Armeeangehörigen nach Bayern vermittelt. Dieser muss unseren Prinz auf sich geprägt haben. Nach seiner Rückkehr in die USA kam seine zurückgebliebene Lebensgefährtin mit Prinz nicht mehr klar. Prinz hat in der Öffentlichkeit zugebissen und kam in ein bayrisches Tierheim Die Mitarbeiter baten uns jedoch, Prinz zurückzunehmen, da er in Bayern nicht vermittelt werden darf und außerdem nun auch "vorbestraft" war. Als wir ihn im Juni 2005 wieder sahen, hatten wir gehörigen Respekt vor ihm, denn er gebärdete sich auch uns gegenüber sehr aggressiv. Inzwischen wissen wir, dass er noch immer ein ganz lieber Hund zu den Menschen ist, denen er vertraut. Allerdings verhält er sich zu Fremden und anderen Hunden anfangs nach wie vor aggressiv.
Es wäre jammerschade um diesen bildschönen Hund, wenn er nun lebenslang, und das können noch gut 10 Jahre sein, im Tierheim eingesperrt bleiben muss. Prinz und ein eventueller Halter müssen ganz bestimmte Auflagen erfüllen. So braucht ein Interessent einen Sachkundenachweis für die Führung und Haltung von Hunden, außerdem muss sein polizeiliches Führungszeugnis o.k. sein. Prinz selbst muss einen Wesenstest bestehen. Bevor er diesen überhaupt besteht, muss er vorher eine Hundeschule besuchen, am besten natürlich zusammen mit seinem neuen Herrchen. Die Hürden sind hoch. Wir geben aber die Hoffnung nicht auf, auch unserem Prinz wieder in ein sachkundiges und liebevolles Zuhause vermitteln zu können.